Geschichte Kloster Gotteszell

Aktuelles Schuljahr

Einblick f. Schüler in Geschichte Kloster Gotteszell

Gotteszell. Der Historiker Konrad Winkler gab den Klassen drei, vier und vier b einen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Klosters Gotteszell. Konrad Winkler, ist ein gebürtiger Münchner. Als er in den Ruhestand ging, zog er mitseiner Frau Monika nach Gotteszell, wo er seit vielen Jahren den Lebensmittelpunkt hat. Seitdem beschäftigt er sich intensiv mit der Ortsgeschichte. Als Gründer des Vereins „Freundeskreis Kloster Gotteszell e. V.“ setzte er sich gemeinsam mit weiteren engagierten Vereinsmitgliedern für den Erhalt des Konvent-Gebäudes, dem „Alten Schulhaus“ ein und war Mitinitiator seiner Renovierung.

Anhand mehrerer Bilder erklärte Konrad Winkler den Schülerinnen und Schülern die Entstehungsgeschichte des Klosters, das ursprünglich aus dem Meierhof Droßlach hervorgegangen war. Dieser Hof kam in den Besitz des Grafen von Pfelling, der dieses „Droßlach“ dem Zisterzienserkloster Aldersbach schenkte mit der Auflage, dort ein Kloster zu errichten. Schon bald bauten Mönche aus Aldersbach ein Kloster, und Bischof Heinrich II. aus Regensburg genehmigte die Gründung mit einer Urkunde aus dem Jahr 1286. Das Kloster erhielt den Namen „Gotes-Cell“.

Besonders eindrucksvoll war die Gründungsurkunde, die Konrad Winkler den Schülerinnen und Schülern in lateinischer Schrift präsentierte. Auch Kupferstiche vom Kloster wurden als Fotografien gezeigt und besprochen, wie diese vervielfältigt werden. Dass diese Kupferstiche durch den hohen Aufwand einen größeren Wert besitzen als heutige Fotografien, leuchtete den Kindern schnell ein. Sie wurden daran erinnert, dass aufgrund der Historie des Klosters Gotteszell die Pfarrkirche St. Anna im Heiligen Jahr 2025 von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Münster ernannt wurde.

Schulleiterin Martina Dengler merkte begeistert an, „Konrad Winkler bot einen gelungenen Einstieg in den Beginn der Unterrichtssequenz zur Geschichte von Gotteszell. Da trotz früherer Brände noch Reliquien wie etwa das Originalgnadenbild der Mutter Anna erhalten sind, besteht die Möglichkeit, diese im Rahmen eines Unterrichtsgangs zu besichtigen und Veränderungen im Gotteshaus St. Anna zu begutachten“. Sie bedankte sehr herzlich bei Konrad Winkler für den informativen Beitrag, der die jungen Menschen für lokale Geschichte sensibilisierte und die Bedeutung des Klosters Gotteszell im historischen Gefüge der Region deutlich machte.

Interessiert lauschen die Kinder dem Vortrag von Konrad Winkler (stehend) über die Geschichte von Gotteszell.
 

Tags:

Comments are closed